Chinesische Automarken erfassen 8,7 % der Neuzulassungen von PKW in der EU Jan‑Jul 2024, insgesamt ~780,000 Fahrzeuge
Handelsblatt-Daten zeigen, dass chinesisch hergestellte Autos 8,7 % der europäischen Neuzulassungen von PKW in den ersten sieben Monaten von 2024 ausmachten - hoch von 0,6 % im Jahr 2021 und nahe dem Volumen, das für das gesamte Jahr 2025 erwartet wird.

Nach einer Analyse von Handelsblatt machten chinesisch hergestellte Personenkraftwagen 8,7 % aller Neuzulassungen von PKW in der Europäischen Union von Januar bis Juli 2024 aus. Dieser Anteil stellt einen sprunghaften Anstieg gegenüber dem im Gesamtjahr 2021 verzeichneten Anteil von 0,6 % dar und entspricht etwa 780 000 Fahrzeugen - ein Volumen, das dem für das gesamte Jahr 2025 erwarteten Gesamtvolumen entspricht.
Anteil der Neuzulassungen steigt stark
Der Handelsblatt‑Beitrag, der auf Registrierungsdaten von Dataforce zurückgreift, stellt fest, dass „von Januar bis Juli entfielen 8,7 % der Neuzulassungen auf chinesische Marken; 2021 waren es lediglich 0,6 %" (Anteil chinesischer Marken Jan‑Jul 2024 = 8.7 %; 2021 = 0.6 %). Der Sprung wird als „fast verdreifacht" (nahezu verdreifacht) im Vergleich zum Basiswert von 2021 beschrieben. Für 2023 wird keine vergleichbare Zahl bereitgestellt, sodass die Behauptung eines dreifachen Anstiegs gegenüber 2023 nicht verifiziert werden kann.
| Zeitraum | Anteil (%) | Anzahl der Fahrzeuge |
|---|---|---|
| 2021 (full year) | 0.6 | |
| Jan, Jul 2024 | 8.7 | ≈780 000 |
| Source: Handelsblatt | ||
Das absolute Volumen nähert sich der Prognose für 2025
Im gleichen Sieben‑Monats‑Zeitraum erreichte die absolute Zahl der in Europa zugelassenen chinesisch hergestellten Fahrzeuge laut Artikel etwa 780 000. Der Beitrag ergänzt, dass diese Zahl „fast so viele wie im gesamten Jahr 2025" ist - fast so viele, wie für das gesamte Jahr 2025 erwartet werden. Die Implikation ist, dass chinesische Hersteller bei gleichbleibendem Tempo ein Jahresvolumen bereits innerhalb eines halben Jahres erreichen könnten.
Auswirkungen für europäische Hersteller
Branchenbeobachter, die in der Handelsblatt‑Analyse zitiert werden, warnen, dass der schnelle Markteintritt „würde die Margen der ohnehin kriselnden Autobauer weiter unter Druck setzen" - das heißt, er würde die Margen europäischer Automobilhersteller, die bereits unter Stress stehen, weiter belasten. Die Analyse weist auf den Preisdruck als Hauptkanal der Belastung hin, insbesondere weil chinesische Marken zunächst in Südeuropa, Osteuropa und dem Vereinigten Königreich expandierten, bevor sie in den größeren, wettbewerbsintensiveren deutschen Markt vordrangen.
Für europäische Hersteller wirft der wachsende chinesische Anteil mehrere strategische Fragen auf: ob die Lokalisierung von Komponenten beschleunigt werden sollte, wie auf potenziell niedrigere Preisniveaus reagiert werden kann und ob regulatorische Instrumente (wie die bevorstehenden EU‑Wettbewerbs‑ und Beschaffungsrichtlinien) das Wettbewerbsumfeld verändern könnten. Der Zeitpunkt fällt mit einem breiteren Margendruck im gesamten Sektor zusammen, wie im „why_now"-Argument der Kurzmitteilung festgestellt wird.
Datenbeschränkungen und nächste Schritte
Die einzige Quelle für die Anteil‑ und Volumenzahlen ist die Handelsblatt‑Analyse, die selbst auf Registrierungsdaten von Dataforce basiert. Für das Jahr 2023 wird keine separate Zahl bereitgestellt, sodass ein Vergleich mit diesem Jahr ein zusätzliches Daten‑Set erfordern würde. Der Artikel zerlegt den Anteil zudem nicht nach Ländern, obwohl er erwähnt, dass chinesische Marken zunächst in Südeuropa, Osteuropa und dem Vereinigten Königreich fokussierten, bevor sie nach Deutschland vordrangen.
Unbekannt bleibt, wie sich der Anteil in der zweiten Hälfte von 2024 entwickeln wird und ob die Wachstumsrate Bestand hat. Analysten werden die bevorstehenden Debatten über EU‑Wettbewerbs‑ und Beschaffungsrichtlinien beobachten, um Signale zu erkennen, die die chinesische Marktdurchdringung entweder bremsen oder beschleunigen könnten.
Zusammenfassend markiert der bestätigte Anstieg von 0,6 % im Jahr 2021 auf 8,7 % in den ersten sieben Monaten von 2024, verbunden mit einem absoluten Volumen von etwa 780 000 Fahrzeugen, eine wesentliche Verschiebung im europäischen PKW‑Markt. Das Ausmaß des Anstiegs, die Nähe zur Prognose für das Volumen 2025 und die geäußerten Bedenken hinsichtlich des Margendrucks deuten darauf hin, dass chinesische Hersteller vom Nischenakteur zur etablierten Wettbewerbsgröße werden.
