Pelacarsen von Novartis verfehlt primären Endpunkt, Aktien fallen um 3,3 %
Novartis teilte mit, dass die späte Phase des Pelacarsen‑Studie den Lipoprotein(a)-Wert senkte, jedoch Herzinfarkte, Schlaganfälle oder kardiovaskuläre Todesfälle nicht reduzierte, was zu einem Kursrückgang von 3,3 % bei der Aktie und einem Rückgang von 12 % bei den Ionis‑Aktien führte.

Novartis gab bekannt, dass die zentrale Pelacarsen‑Studie die Inzidenz schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse nicht senkte, obwohl das Medikament eine erhebliche Reduktion der Lipoprotein(a)-Werte erreichte. Die Nachricht ließ die Novartis‑Aktien in den frühen Handelsstunden am Montag um 3,3 % fallen und zog die Aktien von Ionis Pharmaceuticals im nachbörslichen US‑Handel um etwa 12 % nach unten.
Studienergebnisse
Die Studie, die mehr als sechs Jahre dauerte und über 8.000 Patienten einschloss, sollte prüfen, ob monatliche Injektionen von Pelacarsen die Rate von Herzinfarkten, Schlaganfällen und kardiovaskulären Todesfällen, den primären zusammengesetzten Endpunkt der Studie, senken können. Laut dem Handelsblatt‑Bericht wurde der primäre Endpunkt nicht erreicht. Das Medikament gelang es jedoch, die Lipoprotein(a)-Konzentrationen der Patienten zu senken, ein Biomarker, der mit kardiovaskulärem Risiko in Verbindung steht.
Novartis‑Leitender Arzt Shreeram Aradhye erklärte, die Ergebnisse seien „nicht das, was das Unternehmen erhofft hatte", und betonte die Enttäuschung über eine Studie, die von Investoren und Klinikern gleichermaßen genau beobachtet wurde.
Marktreaktion
Novartis veröffentlichte die Studienergebnisse spät am Freitag, dem 4. September 2026. Am darauffolgenden Montag, dem 7. September 2026, fiel die Aktie in den frühen Handelsstunden um 3,3 %, wie das Handelsblatt berichtete. Ionis Pharmaceuticals, das Pelacarsen mitentwickelt, sah seine Aktien im nachbörslichen US‑Handel am selben Tag um rund 12 % einbrechen.
| Unternehmen | Kursrückgang | Zeitraum | Quelle |
|---|---|---|---|
| Novartis | 3,3 % | Früher Handel am Montag, 7 Sep 2026 | Handelsblatt |
| Ionis Pharmaceuticals | 12 % | Nachbörslicher US‑Handel, 7 Sep 2026 | Handelsblatt |
Implikationen für Novartis und Ionis
Novartis (Ticker NVS, an der NYSE notiert) hat seinen Hauptsitz in Basel, Schweiz, und beschäftigt laut dem neuesten SEC‑Bericht etwa 119.418 Mitarbeitende. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens ist Vasant Narasimhan. Während die Reduktion von Lipoprotein(a) die biologische Aktivität des Medikaments bestätigt, bedeutet das Scheitern bei der Verbesserung harter kardiovaskulärer Endpunkte, dass das Produkt in seiner jetzigen Form nicht weiter in Richtung behördlicher Zulassung voranschreiten wird.
Ionis Pharmaceuticals (Ticker IONS, Nasdaq) hat seinen Sitz in Carlsbad, USA. Der Kursrückgang spiegelt die Bedenken der Investoren wider, dass das Flaggschiff‑Asset der Partnerschaft möglicherweise nicht den erwarteten Umsatzstrom generiert. Die jüngste 10‑Q‑Einreichung von Ionis (zum 30. Juni 2026) weist einen Nettoverlust von $207,2 Millionen und Gesamtvermögen von $2,99 Milliarden aus, was den finanziellen Druck eines verpassten späten Studienabschnitts unterstreicht.
Hintergrund und nächste Schritte
Das Pelacarsen‑Programm war eine Zusammenarbeit zwischen Novartis und Ionis, das sich an Patienten mit erhöhtem Lipoprotein(a) richtet, einem bekannten unabhängigen Risikofaktor für atherosklerotische Erkrankungen. Der primäre Endpunkt der Studie, ein zusammengesetztes Ergebnis schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse, war im Vorfeld als statistisch signifikante Reduktion gegenüber Placebo definiert. Das negative Ergebnis schließt weitere Analysen sekundärer Endpunkte oder Subgruppen‑Signale nicht aus, jedoch müsste jede behördliche Einreichung einen klaren klinischen Nutzen nachweisen.
Beide Unternehmen haben keinen überarbeiteten Entwicklungszeitplan offengelegt. Der Handelsblatt‑Artikel stellt fest, dass die Ergebnisse „nicht das waren, was das Unternehmen erhofft hatte", gibt jedoch nicht an, ob weitere Studien geplant sind oder ob die Partnerschaft alternative Dosierungsstrategien verfolgen wird.
Investoren sollten auf eine offizielle Novartis‑Pressemitteilung oder behördliche Einreichung achten, die die strategische Reaktion des Unternehmens klarstellen könnte. Bis dahin bleiben die Kursbewegungen das unmittelbarste Marktsignal für die Auswirkungen der Studie.
Zusammenfassend bestätigt die Pelacarsen‑Studie die Fähigkeit des Medikaments, Lipoprotein(a) zu senken, schafft jedoch keine Übersetzung dieser Biomarker‑Veränderung in weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle oder kardiovaskuläre Todesfälle. Das Verfehlen führte zu einem moderaten Kursrückgang der Novartis‑Aktie und einem stärkeren Ausverkauf bei Ionis, was die hohen Erwartungen an die Therapie widerspiegelt.
